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Expertenstandard Sturzprophylaxe

Das Ziel der Sturzprophylaxe ist, die Sturzrate zu senken und die Sturzfolgen zu verringern. Dazu ist in den meisten Fällen die systematische Erfassung der personen- und umfeldbezogenen Risikofaktoren und die Analyse erfolgter Stürze nötig, um aus der Bewertung entsprechende Strategien zu entwickeln.

Risikoeinschätzung

Ausdrucke Pflegedokumentation SturzrisikoskalaDen Empfehlungen des Expertenstandards folgend, sollte einer systematischen Identifikation aller vorhandenen Sturzrisikofaktoren und deren indiviuelle Beurteilung durch eine qualifizierte und erfahrene Pflegefachkraft, gegenüber einer Skala, der Vorzug gegeben werden.

Softwareseitig stehen Ihnen zwei alternative Funktionalitäten zur Auswahl. Erstens die Verwendung eines Formulars innerhalb der Ausdrucke der Pflegedokumentation. Die Grafik rechts zeigt Ihnen einen Ausschnitt aus HyCARE zur Auswahl der gewünschten Formulare.

Oder zweitens, die Nutzung unserer Risikoskala mit automatischer Wertermittlung, Historie, Wiedervorlage und grafischer Auswertung. Hier haben wir ein neues Formular mit Maßnahmenplanung entwickelt. Patienten, die vollkommen immobil sind, die sich aus eigener Kraft nicht aufrichten können, haben kein erhöhtes Sturzrisiko.

Angehörigenaufklärung

Die Angehörigenaufklärung ist ein weiteres Thema des Expertenstandards. Auch hier haben wir ein entsprechendes Formular entwickelt, das einerseits informiert und für den Pflegedienst dokumentiert, dass die Information weitergegeben wurde. Dazu gibt es innerhalb der Pflegedokumentation, unter der Rubrik freier Formulare, die Möglichkeit – in den Voreinstellungen - freie Dokumente zu definieren.

individueller Maßnahmenplan

Auf Grundlage der festgestellten Risikofaktoren wird für die betroffenen Patienten/Bewohner ein individueller Maßnahmenplan erstellt: Training von Kraft und Gleichgewicht, individuelles Mobilitätstraining, Bearbeitung offensichtlicher und einfach zu behebender Gefahrenquellen wie z. B. Telefonkabel, Anordnung der Möbel, Teppichkanten, Türschwellen, Treppen, Geländer, Beläge und Beleuchtung usw. Sie können diese Maßnahmen gleich auf dem Ausdruck der Risikoskala erfassen, sollten aber auf jeden Fall an die Pflegeplanung und die Dokumentation bei der Durchführung der Maßnahmen innerhalb des Pflegeberichtes achten.

Hilfsmittelbestellung

Es gibt eine Vielzahl von Hilfsmitteln zur Senkung des Sturzrisikos. Diese können nicht alle den Patienten zur Verfügung gestellt werden, insbesondere in ambulanten Bereich haben die Pflegepersonen hier eine beratende Funktion. Eine Beratung Hüftprotektoren, Umgebungsanpassung, Psychpharmakagebrauch, so genannte Stoppersocken.

Fortbildungen

Die Fortbildungen der Mitarbeiter dokumentieren Sie bitte in der Mitarbeiterkartei (Vertragshistorie). HyCARE stellt Ihnen dann bei Bedarf eine Fortbildungsliste pro Mitarbeiter zur Verfügung.